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In Deutschland werden zunehmend autoritäre und fremdheitsfeindliche Einstellungen beobachtet. Für die Soziale Arbeit wird befürchtet, dass sich diese Entwicklung in Form verstärkter Punitivität, eines sogenannten ‚punitive turn‘, niederschlägt. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, ob unter angehenden Fachkräften der Sozialen Arbeit ein solcher Trend erkennbar ist und welchen möglichen Faktoren er unterliegt. Die Ergebnisse zeigen ein im Zeitverlauf abnehmendes Ausmaß von Punitivität. Dabei sind Studierende im ersten Semester tendenziell punitiver als jene in fortgeschritteneren Semestern. Die Befunde stützen damit die Annahme, dass Professionalisierungsprozesse im Studium Sozialer Arbeit punitive Einstellungen reduzieren, und verdeutlichen zugleich die Rolle der Ausbildung, um autoritäre, fremdheitsfeindliche und punitive Einflüsse sensibel wahrzunehmen und kritisch zu reflektieren.
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