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Sophie-Marie Mühling und Simon Kolbe stellen in ihrem Beitrag die Frage, wie verbreitet rechtsextreme Einstellungen unter haupt- und ehrenamtlich tätigen Fachkräften in der (Offenen) Kinder- und Jugendarbeit sind. Mithilfe eines Fragebogens haben sie in ihrer Studie sechs Dimensionen rechtsextremer Einstellungen untersucht: Ablehnung der Demokratie, Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus, Rassismus, Affinität zum Nationalsozialismus und Antisemitismus. Auch begleitende Erklärungstheorien zu solchen Einstellungen wurden abgefragt. Die Ergebnisse zeigen, dass rechtsextreme Einstellungen in der Stichprobe der Studie kaum verbreitet sind und dass die Kinder- und Jugendarbeit derzeit kein systematischer Nährboden für Rechtsextremismus ist. Dennoch machen subtile Einflussstrategien rechtsextremer Kräfte und strukturelle Risikofaktoren nach den Erkenntnissen von Mühling und Kolbe eine gezielte Prävention notwendig. Politische Bildung, Sensibilisierung und präventive Maßnahmen für Fachkräfte seien entscheidend, um demokratische Werte zu stärken und extremistischen Einflüssen frühzeitig entgegenzuwirken, argumentieren sie. Ihre Forschungsergebnisse unterstreichen die Verantwortung Sozialer Arbeit als handlungsorientierte, demokratisch legitimierte Profession, die dem Extremismus entgegenwirken kann.
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