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Der Artikel untersucht, wie Unterrichtsstörungen durch Interaktionen zwischen Schüler:innen und Lehrkräften hergestellt werden. Anhand von Videomaterial werden Prozesse analysiert, die zur Zuschreibung von störendem Verhalten und anschließender Disziplinierung durch die Lehrkraft führen. Störungen sind somit nicht auf individuelles Fehlverhalten zurückzuführen, sondern entstehen in der Dynamik von Unterrichtsinteraktionen. Die Ergebnisse bieten eine alternative Perspektive auf Unterrichtsstörungen, die insbesondere die von den Schüler:innen zu lesenden impliziten und teilweise widersprüchlichen Erwartungen im Unterricht als einen Ausgangspunkt für die Herstellung von UnterrichtsStörungen sieht.
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