Theorie als Kommunikation? Dimensionen und Potentiale eines soziologischen Theorieverständnisses
Theorie als Kommunikation? Dimensionen und Potentiale eines soziologischen Theorieverständnisses
9,98 €
| Produktnummer: | ZTS2601024 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 30.06.2026 |
| Umfang: | 25 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Ausgehend von der aktuellen Debatte um den Status und die Funktionsweise von Theorien in der Soziologie schlägt der Beitrag vor, Theorien nicht klassisch als Hypothesengebäude
oder Aussagesysteme zu beobachten, sondern sie als Kommunikationen ernst zu nehmen und damit einer soziologischen Analyse zugänglich zu machen. Um die damit verbundenen Umstellungen zu demonstrieren, wird an zwei Beispielen aufgezeigt, inwiefern diese Perspektive auf Theorie neue Einsichten zum Einsatz von Begriffen in Theorien ermöglicht. Einerseits verdeutlicht die Streichung des marxistischen Vokabulars aus der Dialektik der Aufklärung die vorgängige Änderung des Referenzproblems der nun ausgewechselten Begriffe (Problemgenese). Andererseits verdeutlicht eine Betrachtung des Bezugsproblems der strukturellen Kopplung in der Systemtheorie, wie für dieses Problem unterschiedliche
Begriffe im Laufe der Zeit eingesetzt werden (Begriffsgenese). Diese Beobachtungen sind nur möglich, wenn neben der Sachdimension der Theorie auch ihre Sozial- und Zeitdimension ernst genommen werden. Damit zeigen diese Rekonstruktionen auf, inwiefern ein Verständnis von Theorie als Kommunikation – statt als Hypothesengebilde – zusätzliche Erkenntnisperspektiven öffnet. Der Beitrag schließt mit einigen Überlegungen zu möglichen Implikationen für die weitere Theoriedebatte.
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