Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Kommunikation als soziale Praxis vollzieht sich in sozialen Interaktionen, etwa in Form von Unterhaltungen, die zum Aufbau, zur Vertiefung und zum Erhalt sozialer Beziehungen beitragen (Grötzbach & Spitzer, 2023, S. 1). Soziale Beziehungen, die in ihrer Verflechtung ein soziales Netzwerk darstellen (Kupfer, 2015, S. 111), sind Ort und Bedingung für subjektiv erlebte Partizipation (Lake, 2025, S. 99). Eine Hirnschädigung kann motorische und/oder kognitive Funktionsbeeinträchtigungen bedingen, die sich auf die Kommunikationsfähigkeit der Betroffenen auswirken. Sie ist auf traumatische Ereignisse (z. B. Schädel-Hirntraumata) oder nichttraumatische Ursachen (z. B. Schlaganfall, Sauerstoffmangel oder degenerative neurologischen Erkrankungen) zurückzuführen (Seidel, 2013, S. 16). Je nach Schwere und Ausmaß kann eine Hirnschädigung zu dauerhaften Behinderungen führen, die im Laufe einer „gelebten Biografie“ (Fries & Reuther, 2017, S. 1) erfahren werden. Dieser Beitrag stellt heraus, inwiefern Hirnschädigungen die Kommunikationsfähigkeit verändern können und eine veränderte Kommunikationsfähigkeit die subjektiv erlebte Partizipation von Menschen nach erfahrener Hirnschädigung beeinflussen kann. Dabei wird eine Sensibilisierung für die Perspektive Betroffener angestrebt und aufgezeigt, wie gesellschaftliche Akzeptanz veränderter Kommunikationsfähigkeit und alternativer Kommunikationsformen sowie Kommunikationsförderung zur Partizipationsförderung nach erfahrener Hirnschädigung beitragen können.
Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...