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Der folgende Beitrag geht der Frage nach, inwiefern der Ausdruck Verschiebung der Sagbarkeitsgrenzen in wissenschaftlichen Kontexten sinnvoll nutzbar ist. Es handelt sich bei dieser gängigen Floskel um eine metaphorische Redeweise, die in erster Linie in politisch motivierten Diskussionen anzutreffen ist. Für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung ist es unverzichtbar zu klären, was unter Sagbarkeitsgrenzen verstanden werden soll. Erst danach kann es darum gehen, eine mögliche Verschiebung derartiger Grenzen zu analysieren. Auch bei der Frage nach Messbarkeit ergeben sich Schwierigkeiten insofern, als gesellschaftliche Entwicklungen nicht wie physikalische Größen messbar sind. Somit stellt sich die Frage nach der Operationalisierbarkeit der Messung gesellschaftlicher Entwicklungen. Davon unberührt bleibt die Frage, ob es Diskursverschiebungen gibt. Soll diese Frage mithilfe wissenschaftlicher Methoden beantwortet werden, so reichen persönliche Eindrücke oder Befindlichkeiten nicht aus. Vielmehr ist eine datengeleitete Analyse unverzichtbar, die nicht nur die Zusammenstellung der Daten reflektiert, sondern auch einer transparenten Methodik folgt.
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