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Der Beitrag unternimmt eine Re-Perspektivierung der Disziplinentwicklung wissenschaftlicher Pädagogik in Deutschland nach 1890 aus Sicht der Welt-System-Analyse (WSA) im Anschluss an Immanuel Wallerstein. Ermöglicht wird so ein neuer Blick auf den fortwährenden Methodenstreit zwischen empirischem und theoretischem sowie historischem und systematischem Forschungsparadigma. Dies veranschaulichend, spiegelt der Beitrag drei exemplarische Stationen der Entwicklung der Pädagogik als Wissenschaft an Wallersteins kritischer Geschichte der Sozialwissenschaften. Die damit einhergehende Markierung der Erziehungswissenschaft als Sozialwissenschaft beleuchtet die longue durée, in der die Frage nach Forschungsmethoden steht, und ermöglicht eine kritische Kontextualisierung ihrer jüngeren Methodendiskussion. Zu diskutieren ist, ob die Erziehungswissenschaft zwecks einer Überwindung ihrer Methodendualismen den von der WSA vorgeschlagenen erkenntnistheoretischen Mittelweg der ‚Historischen Sozialwissenschaft‘ einschlagen sollte.
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