Was (nicht) gesagt werden darf. Methodologische Reflexionen über die Untersuchung normativer Sagbarkeitsgrenzen am Beispiel politischer Sonntagabendtalkshows
Was (nicht) gesagt werden darf. Methodologische Reflexionen über die Untersuchung normativer Sagbarkeitsgrenzen am Beispiel politischer Sonntagabendtalkshows
9,98 €
| Produktnummer: | ZFD2502174 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 27.04.2026 |
| Umfang: | 23 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Der Beitrag entwickelt in Anschluss an die Critical Discourse Studies (CDS) ein methodologisches Framework für die systematische Erforschung der Veränderung von normativen Sagbarkeitsgrenzen. Normative Sagbarkeitsgrenzen sind gesellschaftliche Regeln oder Normen, die bestimmte Arten der Äußerung als sozial erwünscht oder unerwünscht definieren und so ihre Sagbarkeit regulieren. Um eine Veränderung dieser Grenzen zu untersuchen, bedarf es eines intertemporalen Vergleichs. Es gilt, den Grenzverlauf in einer bestimmten Diskursarena auf einem bestimmten Themenfeld zu unterschiedlichen Zeiten zu untersuchen und die Ergebnisse zu vergleichen. Wenn sich zwischen den Zeiten Unterschiede zeigen, kann von einer Grenzverschiebung gesprochen werden. Die Untersuchung des Grenzverlaufs erfolgt durch die Triangulation von drei Analyseebenen: auf der objektivierten Ebene durch die Erhebung von formellen oder informellen, schriftlich fixierten oder mündlich vereinbarten Sagbarkeitsregeln; auf der intersubjektiven Ebene durch die Analyse von Aushandlungsprozessen, in denen performativ Sagbarkeitsgrenzen gezogen, infrage gestellt oder zurückgenommen werden; auf der subjektiven Ebene durch die Erhebungen der individuellen Einschätzungen in Bezug auf Sagbarkeiten und Sagbarkeitsgrenzen. Dieses Vorgehen wird am Beispiel von zwei sonntagabendlichen Polit-Talkshow-Sendungen illustriert.
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