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Der Rezeption von Rap, zumal von Gangsta-Rap, werden oftmals negative Wirkungen auf jugendliche Rap-Hörer:innen attestiert. Rap scheint zu Misogynie, Gewalt, Antisemitismus und anderen unerwünschten Verhaltensweisen bzw. Einstellungen zu führen. Im vorliegenden Beitrag greifen wir diese Zuschreibungen auf und analysieren, wie junge Rap-Rezipierende selbst mit negativen Wirkungszuschreibungen umgehen. In unserer qualitativen Studie zur Rezeption von Rap zeigte sich, dass Wirkungszuschreibungen auch unter den begleiteten Jugendlichen relativ weit verbreitet sind. Sie werden genutzt, um kategoriale Differenzbestimmungen vorzunehmen: Von negativen Wirkungen seien insbesondere junge, unerfahrene und weibliche Fans betroffen, während der Wirkungsdiskurs genutzt wird, um sich selbst als handlungsmächtiges, Rap-kundiges Subjekt auszuweisen, das ,guten‘, d. h. authentischen Rap erkennen und zur Weiterentwicklung der eigenen Person nutzen kann. Derartige Zuschreibungen werden von den Jugendlichen im sozialen Kontext interaktiv ausgehandelt.
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