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Ausgangspunkt des Beitrags ist die Frage, wie sich literarische Texte trotz und gerade wegen ihrer fiktional-ästhetischen Eigenlogik als erziehungswissenschaftliche Erkenntnisquelle nutzen lassen. Das Verhältnis von Literatur und Erziehungswissenschaft wird dabei als produktives Wechselspiel komplementärer Erkenntnismodi konzipiert. Anknüpfend an Ulrich Oevermanns (1996, 1997) objektiv-hermeneutische Literaturanalyse schlägt der Beitrag einen offenen Prozess der Lesartenbildung vor, der Irritationen, die während des Lesens auftreten, ins Zentrum stellt. Exemplarisch wird dies anhand einer Szene aus dem Roman Echtzeitalter verdeutlicht: Ein gescheiterter Verständigungsversuch zwischen Mutter und Sohn erweist sich dabei als eigensinnige Deutung familialer Generationenbeziehungen, die adoleszenztheoretisch fruchtbar gemacht werden kann.
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