Zwischen Ausgrenzung und Zugehörigkeit: Popkulturelle Konstruktion von männlich-muslimischen Migrantenjugendlichen in dem Songtext „Verknallt in einen Talahon“
Zwischen Ausgrenzung und Zugehörigkeit: Popkulturelle Konstruktion von männlich-muslimischen Migrantenjugendlichen in dem Songtext „Verknallt in einen Talahon“
4,98 €
| Produktnummer: | DJ2605219 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 15.05.2026 |
| Umfang: | 11 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Am Beispiel des KI-generierten Rap-Songtextes „Verknallt in einen Talahon“ betrachtet Rauf Ceylan im dritten Beitrag die popkulturelle Konstruktion muslimischer Migrantenjugendlicher. Er gibt damit Aufschluss über die spezifische gesellschaftliche Integration junger männlicher Migranten. Die Figur des „Talahon“ wird in dem Song als eine hypercodierte, machohaft-migrantisch-muslimisch gelesene Männlichkeit dargestellt, deren gesellschaftliche Integration problematisch ist. Die akzentfrei-deutschsprachige, blonde Sängerin charakterisiert den Talahon als den Typus des devianten Migrantenjugendlichen, der romantisierend begehrt wird. Ceylan analysiert die Selbstrepräsentation und Exotisierung migrantischer Männlichkeit in der deutschen Popkultur. Dabei geht es u.a. um die Aushandlung von Zugehörigkeit und zugleich von kompensatorischen Distinktionsmechanismen. Für Ceylan demonstriert der „Talahon“-Song die Macht der Mehrheitsgesellschaft, das „Andere“ zu benennen, zu stilisieren und zu konsumieren. Der Autor reflektiert anschließend am Beispiel popkultureller Songs die Konstruktion von Zugehörigkeit, Devianz, die gesellschaftlichen Funktion von Etikettierungen sowie die Rezeption und Aneignung migrantischer Jugendbilder in der Mehrheitsgesellschaft. Immer wieder geht es in dem Artikel um Mechanismen der Ausgrenzung, die dem zugleich proklamierten gesellschaftlichen Ziel der Integration entgegenstehen.
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