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Michael Malcherek und Werner Wüstendörfer stellen im zweiten Beitrag die Befunde einer Befragung von Nürnberger Jugendlichen zu rechtsaffinen Einstellungen vor. Diese definieren die Autoren als Positionen, die Sympathien oder Neigungen für rechtsextreme Positionen erkennen lassen, ohne dass die Jugendlichen selbst aktiv rechtsextrem sind. Gegenstand der Abfrage waren außerdem die Wahlpräferenzen und das Informationsverhalten junger Menschen. Die Befragung kam zu ähnlichen Ergebnissen wie vergleichbare deutschlandweite Studien. Einige zentrale Befunde der Nürnberger Studie: Männliche Jugendliche neigen weniger stark zu rechtaffinen Einstellungen als weibliche, jüngere Befragte haben höhere rechtsaffine Einstellungswerte als ältere. Jugendliche mit einem arabischen, russischen oder türkischen Hintergrund haben jeweils eine höhere Rechtsaffinität als deutschstämmige Gleichaltrige. Und Gymnasiastinnen und Gymnasiasten haben deutlich weniger rechtsaffine Einstellungen als Jugendliche, die andere Schulformen besuchen oder bereits berufstätig sind. Ein weiteres Ergebnis: Jugendliche, die ein politisches Interesse entwickelt haben und als 16- oder 17-Jährige bereits an Europawahlen teilgenommen haben, neigen weit weniger zu rechtsaffinen Einstellungen als diejenigen, die sich wenig für Politik interessieren.
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