Traditionelle Darstellungen der deutschen Geschichte gehen meist davon aus, die Deutschen seien besonders staatsorientiert. Diese Sichtweise verkennt, dass Deutschland um 1900 eine Weltmacht war, wenn es um das stifterische Engagement seiner Bürger ging: Stiftungen finanzierten öffentliche Museen, förderten die Wissenschaften, unterhielten Gymnasien wie Universitäten und stellten Sozialleistungen zur Verfügung. Dieses Buch, die erste umfassende Darstellung des Stiftungswesens in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert, behandelt dieses bislang als Randphänomen der Vormoderne verkannte zivilgesellschaftliche Handeln in allen seinen Aspekten. Thomas Adam verdeutlicht eindrucksvoll, dass Stiftungen mit ihren ungeheuren Finanzressourcen der modernen deutschen Gesellschaft einen spezifischen Charakter gaben, der nicht nur durch Adel oder Staat, sondern ganz wesentlich auch durch selbstbewusste Bürger bestimmt wurde.
1. Auflage, 2018
Bindeart: Paperback Format: 140 x 214 x 18 mm Gewicht: 386 g Umfang: 300 Seiten
- Peter Rawert, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2018
»Indem Adam recht detailliert das grundsätzliche Umsetzen des Gedankens der Gemeinnützigkeit nachzeichnet, sollte das Buch auch andere als historisch interessierte Leser ansprechen. Ersichtlich wird nicht nur die Rolle der Stiftungen, sondern darüber hinaus die von Gesellschaften und Vereinen als Akteure des zivilgesellschaftlichen Handels - und dies für mehr als den vorgestellten Zeitraum von über eineinhalb Jahrhunderten.«
- Prof. Dr. Gerhard Lingelbach, Zeitschrift für Stiftungs- und Vereinswesen, 11.04.2019
»Die Lektüre ist empfehlenswert und gewinnbringend. Die Studie hebt die oft verkannte Bedeutung des deutschen Stiftungswesens im 19. und 20. Jahrhundert für die gesellschaftliche Entwicklung hervor und pointiert sie mit einer überzeugenden These.«
- Stiftung & Sponsoring, 25.09.2019
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Über Thomas Adam
Thomas Adam hat von 2001 bis 2020 an der University of Texas at Arlington transnationale und transatlantische Geschichte gelehrt. Seit August 2020 ist er Associate Professor am Department für Political Science der University of Arkansas und stellvertretender Direktor des International and Global Studies Programms am Fulbright College of Arts and Sciences seiner Universität.
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