Enzyklopädie Erziehungswissenschaft online

Fachgebiet

Heil-, Sonder-, Rehabilitations- und Inklusionspädagogik

Mobilität für Personen mit kognitiver Beeinträchtigung. Theoretische Einordnung und konzeptionelle Aspekte der Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung

Zusammenfassung

Das Thema Mobilität für Personen mit kognitiver Beeinträchtigung und die Mobilitätsbildung im Speziellen spielen im wissenschaftlichen Feld bisher eine eher untergeordnete Rolle. Auch in der Bildungsforschung findet die Mobilität von Personen mit kognitiver Beeinträchtigung eine nur geringe Beachtung. Die klassische Verkehrserziehung wie auch die noch jüngere Mobilitätsbildung orientieren sich vor allem am Kind ohne Behinderung. Mobilität ist eine zentrale Voraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion im Sozialraum. Personen mit kognitiver Beeinträchtigung möchten räumlich ungebunden, zeitlich flexibler sein und sozial teilhaben können wie andere auch. Die eigenständige Mobilität eröffnet der Zielgruppe (neue) Autonomiemöglichkeiten. Personen mit kognitiver Beeinträchtigung müssen daher auch Selbstwirksamkeitserfahrungen in Auseinandersetzung mit ihrer Mobilität im Sozialraum, insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr, ermöglicht sowie Mobilitätsbildungsangebote zur Erweiterung der eigenständigen Mobilität angeboten werden. Die Chancen auf größtmögliche Selbstständigkeit und die Erweiterung des persönlichen Sozialraums durch die eigenständige Mobilität erhöhen sich, wenn Mobilitätsbildungs- und Schulungsangebote frühzeitig und regelmäßig in ihrem Lebenslauf angeboten werden. Sie gilt es daher auch stärker zu institutionalisieren. Mobilitätsbildung ist dabei kompetenz-, handlungs- und sozialraumorientiert auszurichten. Um selbstständig und sicher im Straßenverkehr unterwegs zu sein, müssen Mobilitätskompetenzen wie z.B. Aufmerksamkeit, Reaktion, Orientierung oder Planungskompetenz gefestigt werden.

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Beitrag
Mobilität für Personen mit kognitiver Beeinträchtigung. Theoretische Einordnung und konzeptionelle Aspekte der Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung

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Titel

Mobilität für Personen mit kognitiver Beeinträchtigung. Theoretische Einordnung und konzeptionelle Aspekte der Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung

DOI

10.3262/EEO11250518

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Artikelseite content-select.com

Print ISSN

2191-8325

Verlag

Beltz Juventa

Autoren

Markus Wolf

Schlagwörter

Dispositive – Institutionelle Felder
Geistige Behinderung
Mobilität
Verkehrserziehung

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