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Zum Inhalt der Veranstaltung:
Das Thema ADHS ist in den Medien aktuell sehr präsent. Für betroffene Jugendliche, die sich entwicklungsbedingt ohnehin in der sozialen Auseinandersetzung mit Peers sehen, können die damit verbundenen Gefühle belastend und stigmatisierend wirken. Eine sorgfältige ADHS-Diagnostik kann zur Aufklärung beitragen und ein direkt anschließendes Therapieangebot erkrankten Jugendlichen helfen, um soziale Ängste zu bewältigen. Darüber hinaus sind für die Jugendlichen Techniken und Strategien wichtig, um den Umgang mit Kernsymptomen einer ADHS-Symptomatik wie Aufmerksamkeitsdefizite, Hyperaktivität und Impulsivität zu erlernen.
Der Workshop gibt einen Überblick über die in der ADHS-Spezialambulanz an der Philipps-Universität Marburg eingesetzten diagnostischen Verfahren zur Klärung der Frage, ob AHDS vorliegt oder nicht. Zur diagnostischen Entscheidungsfindung werden entsprechend des aktuellen Gold-Standards strukturierte klinische Interviews, Fragebogenverfahren im Selbst- und Fremdurteil sowie neuropsychologische Tests eingesetzt. Dabei sind folgende Instrumente relevant: die DISYPS Interview-Leitfäden (DISYPS-ILF) und die Conners Skalen zu Aufmerksamkeit und Verhalten sowie der Quantified Behaviour-Test (Qb-Test) zur computerbasierten Erfassung der ADHS-Kernsymptome. Zusätzlich werden im Workshop anhand von Fallbeispielen die konkrete Anwendung der Verfahren im diagnostischen Prozess und die Einordnung der Ergebnisse dargestellt.