Veranstaltungsort
Alte Synagoge ErfurtWaagegasse 8
99084 Erfurt
Mirjam Pressler zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. 1940 kam sie als Kind einer unverheirateten Mutter in Darmstadt zur Welt. Ihre ersten Lebensjahre waren von Armut, Einsamkeit und Gewalt geprägt. Als Jugendliche träumte sie davon, Malerin zu werden. Erst mit 39 Jahren fand sie zum Schreiben.
Ihre Bücher behandeln schwierige Themen wie Angst, Gewalt, Einsamkeit, Behinderung und Essstörungen. Zugleich sind Lebensmut und Hoffnung starke Motive. Pressler beschäftigte sich mit jüdischen Themen und erinnerte an Überlebensgeschichten aus der Zeit des Nationalsozialismus.
Außerdem war sie eine anerkannte Übersetzerin und übertrug unter anderem hebräische, niederländische, englische, jiddische und flämische Bücher ins Deutsche. Unter anderem übersetzte sie berühmte Autorinnen und Autoren wie Anne Frank und Amos Oz.
In ihrem letzten Roman griff Mirjam Pressler die Geschichte des Erfurter Schatzes auf, indem sie eine historische und eine zeitgenössische Ebene verbindet. Es entstand ein aufwühlender Roman von großer Wahrhaftigkeit über jüdische Identität und Antisemitismus, Liebe und Hoffnung, der im März 2019 nach dem Tod der Autorin präsentiert wurde
Die Ausstellung wurde im Jüdischen Museum Frankfurt kuratiert und war dort von April bis September 2024 zu sehen. Für die Ausstellung in Erfurt wird die ursprüngliche Ausstellung um einige Aspekte ergänzt, die an die neuen Ausstellungsorte anknüpfen.